Holz ist ein vielseitiger Baustoff, der auch beim Haus- und Möbelbau gerne eingesetzt werden kann. Angefangen vom Dachstuhl, über die Decken, als Verkleidung von Fassaden oder als Holzdecke in den Wohnräumen. Doch bevor die sauberen und gehobelten Bretter verbaut werden können, müssen sie erst hergestellt werden. Und gerade das passiert in einem Sägewerk.

Das passiert in einem Sägewerk

Am Anfang steht immer ein Baum, der nach seiner Fällung in ein Sägewerk angeliefert wird. Von den zukünftigen Brettern und Balken sieht man hier noch nicht viel. Das Rundholz, wie der Baumstamm genannt wird, wird jetzt entrindet. Entrindet bedeutet, die Rinde die auf dem Kernholz liegt, wird entfernt. Entfernt werden aber auch alle Äste, soweit sie noch vorhanden sind. Nachdem entrinden, geht es weiter an das Sägen vom Holz. Während früher das sägen vom Holz mühsame Handarbeit mit Maschinen war, erfolgt das heute weitgehend automatisch. Je nach Dicke vom Holzstamm, aber auch was benötigt wird, werden dann Bretter, Latten und Balken in unterschiedlichen Stärken gesägt. Wie groß die Verwertung vom Holzstamm ist, hängt aber nicht nur von der Dicke ab. So spielt auch eine Rolle, wie gerade der Baum gewachsen ist. Den natürlich müssen die späteren Bretter, Latten und Balken auch gerade sein.

Weitere Arbeitsschritte je nach Holzprodukt

Je nachdem was für ein Produkt benötigt wird, können sich danach weitere Arbeitsschritte anschließen. Das kann beispielsweise das hobeln vom Holz sein, wenn dieses nicht sägerauh sein soll. Gehobeltes Holz wird gerade gebraucht, wenn es um Sichtholz beim Hausbau geht oder für den Möbelbau. Es kann aber auch ein fräsen erfolgen. Das kann gerade dann notwendig sein, wenn die Bretter mit einer Nut und Feder ausgestattet werden soll. Solche Bretter können später dann bei der Verkleidung von Wänden und Decken eingesetzt werden. Damit das Holz später auf der Baustelle auch gut verarbeitet werden kann, muss es im Anschluss in eine Trockenkammer. Hier wird dem Holz der Großteil der Feuchtigkeit entnommen. Sodass am Ende nur noch eine geringe Restfeuchte bleibt.

Auch Brennholz wird im Sägewerk hergestellt

Baumstämme können in einem Sägewerk aber nicht nur zu Holzprodukten wie Bretter und Balken beispielsweise verarbeitet werden. Möglich ist auch ein Zuschnitt zu Brennholz. Im Vergleich zur Herstellung von Bretter, Latten und Bretter, unterscheiden sich hier auch die Arbeitsschritte. So ist bei Brennholz zum Beispiel kein Entrinden notwendig.

Baumstamm entrinden – Alles wird von einem Baumstamm verwendet

Natürlich fällt beim sägen, aber auch bei den weiteren Arbeitsschritten viel Holzabfall an. Sei es Reststücke von Holz die nicht verwertet werden können oder aber auch Säge- und Hobelspäne. Dieser Holzabfall wird als Nebenprodukt bezeichnet und wird nicht entsorgt. So kann es als Brennstoff in Biomasse-Heizungen eingesetzt werden oder es erfolgt die Weiterverarbeitung zu Holzpellets. Aus Säge- und Holzspäne können aber auch Span- und MDF-Platten hergestellt werden. Und letztlich werden feine Säge- und Holzspäne auch als Einstreu für Tiere, für für einen Pferdestall verwendet. Wie damit aber auch sehr deutlich wird, es gibt im Grunde kein Holzabfall. Ein Baumstamm wird vollständig verwendet und vielfältige Holzprodukte daraus gewonnen. Baumrinde verarbeiten ist sinnvoll, denn es werden die unterschiedlichsten Produkte in den Sägewerken damit hergestellt.

Das Hobelwerk im Sägewerk

Eine Hobelmaschine wird verwendet, um das Holz von Spänen zu befreien. Die Bretter werden so vorbereitet, dass sie sofort auf einer Baustelle verwendet werden können. Die Späne werden im Hobelwerk zu Profilholz verarbeitet. Dächer, Holzdecken und Saunas werden aus Profilholz hergestellt.

Nebenprodukte finden Verwendung

Sägewerke produzieren Holz, das an die Öffentlichkeit verkauft oder in der verarbeitenden Industrie verwendet werden kann. Sägespäne werden zu Holzpellets gepresst, die als Brennstoff verwendet werden, und aus geschredderter Baumrinde werden Rindenbriketts hergestellt, die zum Heizen von Häusern verwendet werden. Die Geschichte der Sägewerke lässt sich bis ins 4. Jahrhundert nach Christus zurückverfolgen, aber es ist möglich, dass es ähnliche Produktionsmethoden schon früher gab.

Das Holz hat verschiedene Qualitätsstufen

Ein Teil des Holzes wird bei der Ernte oder an der Sammelstelle von den Bäumen geerntet, und der Rest wird nach Qualitätsklassen und Abmessungen sortiert. Anschließend wird das Holz im Sägewerk zu einer Vielzahl von Formen verarbeitet, u.a. zu Balken, Latten, Brettern und Bohlen. Holz hat je nach Baumart unterschiedliche Stärken, Dichten und ein bestimmtes Gewicht.

Was passiert mit den Ästen und Zweigen der Bäume?

Äste und Zweige können aus verschiedenen Gründen nützlich sein, z.B. als Futter für Haustiere wie Kaninchen und als Sitzgelegenheit für Wellensittiche und andere Vogelarten. Wenn Sie gerne kreativ sind, können Sie sie zum Basteln oder zur Dekoration Ihrer Wohnung verwenden. Sie können auch als Unterhaltungsquelle für Pferde oder als Sitzgelegenheit für Tiere verwendet werden.

Das sollte man über die Holzernte wissen

Förster sind für die Pflege der Wälder und die Holzernte zuständig. Sie oder Holzfäller verwenden Kettensägen, um Bäume zu fällen, sie zu entasten und Fichten in Sortimente zu schneiden, die von einem Sägewerk zu Brettern verarbeitet werden können. Es ist notwendig, eine unabhängige Zertifizierung für die Holzernte zu erhalten, da diese von technischen Prozessen dominiert wird und somit eine Gefahr für die Umwelt darstellt.

Fazit was in einem Sägewerk und Holzhandel passiert

Damit aus einem Baumstamm ein Balken, eine Latte oder ein Brett wird, sind umfangreiche Arbeiten in einem Sägewerk notwendig. Vom Entrinden, über den Zuschnitt, Hobeln und Fräsen oder aber auch die Trocknung. Wie sich aber auch zeigt, wird alles von einem Baumstamm in einem Sägewerk verwendet.